30.10.2021 | Trier

Stillachhaus-Campus Akademie Symposium in Trier

Das Symposium am 30.10.2021 in Trier ist leider abgesagt.

Über das eigene Denken denken – Einführung in die Grundlagen der metakognitiven Therapie (MCT)

Referentin: Dr. med. Franziska van Hall | Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, Ärztliche Direktorin Stillachhaus Privatklinik

Gedanken sind meist flüchtige, kurzfristige Phänomene. Dennoch können sie unser emotional-seelisches und auch körperliches Wohlbefinden maßgeblich beeinflussen. Insbesondere psychische Erkrankungen lassen sich dahingehend beschreiben, in welchem Ausmaß bestimmte Gedanken immer wieder durchgegangen, vertieft und bearbeitet werden, beispielsweise im Rahmen von Grübelschleifen, Sich-Sorgen und Monitoring (kognitives Aufmerksamkeitssyndrom = CAS). Bei der Auswahl und Steuerung dieser Denkmuster sind die sogenannten Metakognitionen sehr bedeutsam. Gemeint ist die Auseinandersetzung mit und Beziehung zu unseren inneren kognitiven Prozessen: Das Denken über das eigene Denken. Vor dem Hintergrund des heutigen Wissens, dass Metakognitionen Krankheit besser prädizieren als Kognitionen, entwickelte Adrian Wells die Metakognitive Therapie. Wesentliche Ziele der MCT sind die Beseitigung des kognitiven Aufmerksamkeitssyndroms (CAS), eine Modifizierung dysfunktionaler metakognitiver Überzeugungen und die Verbesserung metakognitiver Kontrolle. Bisherige Studien bieten Evidenz für eine rasche und nachhaltige klinische Wirksamkeit vom MCT bei zahlreichen psychischen Erkrankungen. Im Vortrag werden erste Grundlagen der MCT vermittelt und wesentliche Techniken wie Losgelöste Achtsamkeit, Einsatz von Metaphern und Aufmerksamkeitstraining vorgestellt.

Das Kind in dir muss Heimat finden – Der Schlüssel zur Lösung (fast) aller Probleme

Referentin: Dipl.-Psych. Stefanie Stahl | Bestseller Autorin (2017-2020) Psychotherapeutin, Autorin, Seminarleiterin und Speakerin

Der Selbstwert bestimmt unser Lebensgefühl, unsere Beziehungen und unseren Lebenserfolg. Genüge ich? Bin ich willkommen? Was muss ich leisten, um geliebt zu werden? Wer bin ich eigentlich? Bin ich gut genug? Darf ich mich wehren? Wie kann ich mich selbst behaupten?
Im Idealfall entwickeln wir während unserer Kindheit das nötige Selbst- und Urvertrauen, das uns als Erwachsene durchs Leben trägt. Doch auch die erfahrenen Kränkungen prägen sich ein und bestimmen unbewusst unser gesamtes Beziehungsleben. Bestsellerautorin Stefanie Stahl hat einen neuen, wirksamen Ansatz zur Arbeit mit dem »inneren Kind« entwickelt: Wenn wir Freundschaft mit ihm schließen, bieten sich erstaunliche Möglichkeiten, Konflikte zu lösen, Beziehungen glücklicher zu gestalten und auf (fast) jedes Problem eine Antwort zu finden.

Sechs Irrtümer über Resilienz – Insiderwissen, das jede(r) Therapeut(in) kennen sollte.

Referentin: Dr. med. Tatjana Reichhart | Fachärztin für Psychiatrie und Verhaltenstherapeutin, Coach und Trainerin Kitchen2Soul

Gerade in Zeiten, die besonders stark von Wandel, Unsicherheiten und Turbulenzen geprägt sind, wird das Konzept der Resilienz umso wichtiger und auch populärer. Die „seelische Widerstandsfähigkeit“, das „psychische Immunsystem“ oder die „Hornhaut der Seele“, wie man Resilienz auch bezeichnen kann, ist seit Emmy Werner und ihrer Grundlagenstudie an Hawaiianischen Kindern, die 1977 veröffentlicht worden ist, bekannt und seither in vielen wissenschaftlichen Studien erforscht worden. Dennoch gibt es einige Irrtümer und Fehlannahmen, die sich teils hartnäckig halten. Jede(r) Therapeut(in) und Behandler(in), der (die) sich mit Burnout-Prophylaxe, Stärkung der Resilienz, Selbstmanagement oder ressourcen-stärkendem Arbeiten sowohl im Einzel als auch in Gruppen beschäftigt, sollte diese kennen, um den Klient(innen) nachhaltige Unterstützung bieten zu können. In diesem Vortrag werden sechs Irrtümer und Fehlannahmen über Resilienz aufgedeckt und Wissen zu vermittelt, das jede(r) in ihrer und seiner Arbeit mit Menschen direkt anwenden kann.

Kognitive Verhaltenstherapie von Sozialen Phobien

Referentin: Dr. sc. Dipl.-Psych. Eva Kischkel | Leitende Psychologin Hochschulambulanz für Psychotherapie und Psychodiagnostik, Humboldt Universität zu Berlin

Ängste und Unsicherheiten in sozialen Situationen sind weit verbreitet. Was aber, wenn die Angst dazu führt, dass Betroffene ihrem Alltag nicht mehr bewältigen und kaum noch Kontakte haben können? Ab wann spricht man von einer Angststörung? Wie entsteht eine solche? Im Vortrag wird die Diagnostik und Therapie von Sozialen Phobien behandelt. Das Vorgehen in der kognitiven Verhaltenstherapie wird erläutert, wobei ein Schwerpunkt auf praktische Beispiele für Expositionssituationen gelegt wird.

Buchungscode: Sym 11

Veranstaltungsort
Nells Park Hotel
Dasbachastraße 12
54292 Trier
www.nellsparkhotel.de
0651 / 1444 – 0

Teilnahmegebühr
Die Teilnahmegebühr am Symposium beträgt 250,- Euro (inkl. MwSt.). Speisen und Getränke sind in der Teilnahmegebühr enthalten.

Fortbildungspunkte
Für das Symposium werden bei der Landesärztekammer Rheinland-Pfalz 9 CME-Punkte beantragt.

Wissenschaftliche Leitung
Dr. med. Franziska van Hall

Zeitplan

09:00 – 09:30 Uhr
Akkreditierung und Begrüßung
Frühstückssnack

09:30 – 11:00 Uhr
Vortrag und Diskussion mit Dr. med. Franziska van Hall

11:00 – 11:15 Uhr
Zeit zur Beantwortung des Fragebogens
kurze Pause
gesunder Energysnack

11:15 – 12:45 Uhr
Vortrag und Diskussion mit Stefanie Stahl

12:45 – 13:30 Uhr
Zeit zur Beantwortung des Fragebogens
Lunch
3-Gänge-Menü

13:30 – 15:00 Uhr
Vortrag und Diskussion mit Dr. med. Tatjana Reichhart

15:00 – 15:15 Uhr
Zeit zur Beantwortung des Fragebogens
kurze Pause
Nachmittagssnack

15:15 – 16:45 Uhr
Vortrag und Diskussion mit Dr. sc. Dipl.-Psych. Eva Kischkel

16:45 – 17:00 Uhr
Zeit zur Beantwortung des Fragebogens
Verabschiedung