15.02.2020 | München

Stillachhaus-Campus Akademie® Symposium in München

CME Zertifikat

Für das Symposium in München werden 9 CME-Punkte bei der Landesärztekammer Bayern beantragt.

Subjektive Theorien über Willenskraft: Effekte, Mechanismen und Antezedenzien

Referentin: Prof. Dr. Veronika Job | Leiterin der Professur für Sozialpsychologie, Fakultät für Psychologie, Technische Universität Dresden

Jüngste Forschung hat gezeigt, dass Personen, die glauben, Willenskraft sei nicht limitiert, über bessere Selbstkontrolle, mehr Erfolg beim Zielstreben und höheres subjektives Wohlbefinden berichten als Personen, die glauben, Willenskraft sei eine limitierte Ressource. Diese Unterschiede zeigen sich insbesondere dann, wenn Personen mit hohen selbstregulatorischen Anforderungen konfrontiert sind. In diesem Vortrag wird erläutert, wie die Effekte dieser subjektiven Theorien über Willenskraft erklärt werden können (Mechanismen) und welche Bedingungen dazu beitragen, dass Menschen unterschiedliche Vorstellungen darüber entwickeln, wie Willenskraft funktioniert (Antezedenzien).

Schmerz – eine Zeitdiagnose?

Referent: Prof. Dr. Matthias Rose | Direktor Medizinische Klinik mit Schwerpunkt Psychosomatik, Charité-Universitätsmedizin Berlin

Deutschland gehört zu den Ländern mit der höchsten Prävalenz von Schmerzerkrankungen weltweit. Schätzungen gehen von ca. 15 Mio. Patienten aus, die an wiederkehrenden Rückenschmerzen leiden und ca. 750.000 an einer chronischen Schmerzerkrankung. An erster Stelle der Gründe für ambulante Krankschreibungen steht der Rückenschmerz, noch vor den Infektionserkrankungen. Die Europäische Schmerzgesellschaft spricht dem Schmerz bereits den Wert einer eigenen Erkrankungsentität zu, die Internationale Schmerzgesellschaft sieht in der konsequenten Schmerzbehandlung sogar ein ‚Universelles Menschenrecht‘. Auf der anderen Seite sterben heute in den USA mehr Menschen als jemals zuvor an einer Überdosis von Opioiden, darunter erstmals überwiegend ärztlich verschriebene Medikamente. In dem Vortrag soll zunächst auf die verschiedenen Krankheitsmodelle des Schmerzes und die Ursachen für dessen Zunahme eingegangen werden, bevor die neurobiologischen Befunde bei chronischen Schmerzpatienten dargestellt werden, die die Grundlage für eine individualisierte Schmerztherapie darstellen. Am Ende der Veranstaltung sollen anhand von Fallbeispielen gemeinsam die Prinzipien einer multimodalen Schmerztherapie erarbeitet werden. Die Fallbeispiele stammen aus der Arbeit in dem interdisziplinären Schmerzzentrum der Charité, in dem Anästhesisten, Physiotherapeuten, Psychologen, Neurochirurgen und Fachärzte für Psychosomatik in der ambulanten, teil- und vollstationären Versorgung seit Jahren eng zusammenarbeiten.

Zeitmanagement im Takt der Persönlichkeit

Referentin: Dr. päd. Eva Brandt | Unternehmensberaterin

Welches Selbstmanagement passt zu meiner Persönlichkeit? Wie können Ziele mit Leichtigkeit und auf bestem Wege erreicht werden?
Auf dieser Veranstaltung „Im Takt der Persönlichkeit“ erfahren Sie, wie Sie auf der Basis Ihrer persönlichen Biostruktur Ihr Potenzial innerhalb Ihres Aufgabenbereichs in Klinik und Therapiealltag effektiv zum Einsatz bringen. Sie reflektieren Ihr persönliches Selbstmanagement und den bewussten Einsatz Ihrer Stärken. Jede Biostruktur bezieht sich auf unterschiedliche Motive. Ermitteln Sie Ihr Motive auf der Basis der Grundzüge Ihrer Persönlichkeit und definieren Sie danach Ihre Ziele und Ihr Selbstmanagement für mehr Erfolg im klinischen Alltag. Sie erhalten Tools an die Hand, die Ihnen den Tagesablauf noch besser strukturieren und zugleich die Reduktion der Stressfaktoren bewirken sowie Ihre Arbeitsplanung erleichtern.
Der Erfolgsdruck wächst und die Sehnsucht nach Zufriedenheit ebenso. Beides – Zufriedenheit und Erfolg – lässt sich durch ein modernes individuelles Selbstmanagement erreichen. Die einzige Voraussetzung stellt das Wissen um die eigene Persönlichkeitsstruktur dar. „Der Schlüssel zum Erfolg ist die Authentizität“, so Dr. Eva Brandt.

Psychotherapie suizidaler Patienten: Mythen vs. Fakten

Referent: PD Dr. Tobias Teismann | Wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Arbeitseinheit Klinische Psychologie und Psychotherapie, Ruhr-Universität Bochum. Geschäftsführender Leiter des Zentrums für Psychotherapie, Ruhr-Universität Bochum

In Deutschland sterben pro Jahr in etwa 10.000 Menschen an einem Suizid. Die allermeisten Suizide werden im Kontext psychischer Erkrankungen vollzogen. Entsprechend ist die Auseinandersetzung mit Suizidwünschen, -plänen, -versuchen und Suiziden ein häufiges Thema klinisch-therapeutischen Handelns, welches eine besondere klinische, ethische und juristische Verantwortung mit sich bringt. Mythen zum Thema Suizidalität stehen effektivem therapeutischen Handeln jedoch vielfach entgegen. Im Vortrag sollen solche Mythen benannt und konterkariert werden, die für die alltägliche, therapeutische Arbeit von Relevanz sind: Im Einzelnen wird es um Mythen rund um die Risikoabschätzung, Krisenintervention und Psychotherapie suizidaler Patienten gehen.

Veranstaltungsort
Novotel München City
Hochstraße 11
81669 München
www.accorhotels.com
089 661070

Teilnahmegebühr
Die Teilnahmegebühr am Symposium beträgt 200,- Euro (inkl. MwSt.). Mittagsbrunch und Getränke sind in der Teilnahmegebühr enthalten.

Fortbildungspunkte
Für das Symposium werden bei der Landesärztekammer Bayern 9 CME-Punkte beantragt.

Zeitplan

09:30 – 10:00 Uhr
Akkreditierung und Begrüßung

10:00 – 11:30 Uhr
Vortrag und Diskussion mit Prof. Dr. Veronika Job

11:30 – 11:45 Uhr
kurze Pause

11:45 – 13:15 Uhr
Vortrag und Diskussion mit Prof. Dr. Matthias Rose

13:15 – 14:00 Uhr
Lunch

14:00 – 15:30 Uhr
Vortrag und Diskussion mit Dr. päd. Eva Brandt

15:30 – 15:45 Uhr
kurze Pause

15:45 – 17:15 Uhr
Vortrag und Diskussion mit PD Dr. Tobias Teismann

17:15 – 17:30 Uhr
Verabschiedung